Fellpflege

Fellpflege - Warum?

Voran sei gesagt: Auch wenn es manchmal mühsam ist, Hundefell sollte nach Möglichkeit täglich gepflegt werden. Aber außer, dass dein Hund sich wohler fühlt und die Pflege einfacher bleibt, wenn sie regelmäßig durchgeführt wird, wird die Bindung zwischen Tier und Mensch durch dieses alltägliche Ritual gestärkt.
Und nun kommen wir zum warum Pflegen?
Es gibt nichts schlimmeres als einen kahlrasierten Hund. Dies sollte mit allen Mitteln vermieden werden.
Der einzige Grund einen Hund auf wenige Millimeter kurz zu rasieren, sollte extrem verfilztes und nicht zu rettendes Fell sein. Lassen Sie sich da auch nichts Anderes erzählen!
Seinen Hund im Sommer kurzzuschneiden, damit er es kühler hat ist ein Trugschluss. Das Fell besitzt einen natürlichen Schutz gegen Wärme und Unterkühlung.
Die meisten Hunde besitzen ein doppelschichtiges Fellkleid.
Es besteht aus Unterwolle und Deckhaar.
Die Unterwolle umgibt den Haaransatz des Deckhaars und bildet eine Art Isolierung gegen Kälte und Hitze. Es ist fein und wollig und kann im Sommer gründlicher ausgebürstet werden als im Winter, um eine Belüftung der Haut zu fördern.
Das Deckhaar ist die obere Schicht des Fells und gibt dem Hund seine charakteristische Farbe und den Glanz des Fells. Sie schützt außerdem vor Umwelteinflüssen wie Regen, Wind und Schnee.
Die Kombination der beiden ist unschlagbar und bei richtiger Pflege und Futter schützt sie sogar vor Schmutz und Nässe!
Beim Urvater der Hunde, dem Wolf, und einigen Wildhunden findet die natürliche Fellpflege bei der Wanderung durch Dickicht und Unterholz statt. 
Bei unseren Haushunden gibt es diesen natürlichen Vorgang kaum noch und das Tier benötigt die Hilfe des Menschen um sein Fell zu pflegen.

Nichtpflege kann zu Verfilzung, Verknotung und daraus resultierendem Jucken und darauf folgenden Kratzen und Beißen führen. Das was danach kommt kann sich jeder denken: Hautkrankheiten sind vorprogrammiert.
Um dieses zu vermeiden sollte der Hund seiner Fellstruktur entsprechend gepflegt werden:
Stockhaar
Glatthaar (Kurzhaar)
Langhaar (mit wenig Unterwolle)
Langhaar (mit viel Unterwolle)
Krauses Haar
Rauhaar
Filzhaar
Kann ich das nicht alles selber machen?
Theoretisch schon.
Jedoch ist es erfahrungsgemäß so, dass selbst das ausbürsten eines Hundes, sehr leicht falsch gemacht werden kann. Dann wird es unangenehm für den Hund und kann im schlimmsten Fall Haut- und Fellschäden verursachen.
Als ausgebildeter Groomer kann man die nötigen Handgriffe sicher ausführen und hat das richtige professionelle Werkzeug zur Hand. Es ist, wie Sie es ja auch vom Friseur kennen, sehr unangenehm wenn die Schere stumpf oder der Rasierapparat nicht kraftvoll genug ist.
Darüber hinaus kann ich Ihnen ein paar Tipps für die alltägliche Pflege geben die den nächsten Besuch mit Sicherheit etwas kürzer und angenehmer für den Hund machen.

Am besten ist, wenn Sie ihren Hund im jungen Alter daran gewöhnen zum Hundefriseur zu gehen. So kann bei den ersten Sitzungen mit Leckerlis, Spiel und Spaß den Friseurbesuch zu einer schönen Sache machen. Denn mit einem Hund der sich wohl fühlt und keine Angst vor Schermaschine und Fön hat, kann man bessere Ergebnisse erzielen und sicherer arbeiten.

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